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GarageBand, MU 08-5 | Klassik, klassische Werke

04 REMIX! Beethovens fünfte Symphonie & GarageBand

Und jetzt wird es kreativ: In Juris Youtubeproduktion zu Beethovens fünfte Symphonie hat ein Beatboxer das klassische Werk begleitet – vielen von euch dürfte das gefallen haben. Erinnerst du dich? Solche „Remixe“ gibt es unglaublich viele:

Wir werden nun den ersten Satz dieser Symphonie mit der GarageBand digital bearbeiten – Instrumente austauschen, Schlagzeug und Effekte hinzufügen. „Beethoven im Jahr 2022!“. Dazu vier Schritte:


1) Vorbereitung: Midi-Datei kopieren und in GarageBand importieren

Die Midi-Datei auf dein Gerät kopieren
Dazu speichere zunächst diese Midi-Datei (gefunden  bei „Musescore.com“) auf deinem Tablet:
Beethoven__Symphony_No__Op_Mvt_Herunterladen
Fachwort MIDI-Datei: Midi ist eine Abkürzung für musical instrument digital interface. In den 1980er Jahren wurde diese Schnittstelle erfunden, um digitale Instrumente am Computer anzuschließen – eine echte Revolution! Ähnlich wie in der traditionellen Notenschrift, wird hier jeder einzelne Ton eines Musikstückes notiert (Tonhöhe, Tonlänge, Klangfarbe, Lautstärke). Diese Informationen fließen nun in das angeschlossene digitale Gerät (Synthesizer), welches das Stück entsprechend zum Klingen bringt. Anders als bei Audioformaten (*.wav, *.mp3 oder Streamdaten von z.B. Spotify) kann die Mididatei jederzeit verändert werden (Tonhöhe, Tonlänge, Klangfarbe, Lautstärke) und Teile können hinzugefügt oder gelöscht werden.  
Die Midi-Datei in GarageBand importieren

Nun importiere diese Midi-Datei in GarageBand. Öffne die App und bestätige irgendein Instrument, um in die Spurenansicht zu gelangen:

  1. Drücke die Loopschleife (1), um Inhalte zu importieren. Wähle dann unbedingt „Dateien“.
  2. Wähle unten Durchsuchen (2), um die gespeicherte Midi-Datei zu importieren.
  3. Per Drag&Drop ziehe die Datei in das Spurenfenster. FERTIG!

2) Bearbeiten: Drums, Instrumente, Effekte

Nun kommt der kreative Teil – probiere einfach aus, es gibt hier keine genauen Anleitungen:

  1. Füge eine neue Spur mit einem Schlagzeuger hinzu. Achte darauf, dass die einzelnen Teile (Exposition, Durchführung und Reprise) je unterschiedliche Rhythmen bekommen.
  2. Weise den Spuren modernere Instrumente zu – experimentiere mit den Klangfarben.
  3. Füge Übergangseffekte hinzu.

3) Sichern: Speichern, exportieren als Song und Projekt

  1. Klicke auf das Dateisymbol oben links – die Datei wird unter dem Namen „Mein Song“ auf deinem Tablet gespeichert. Diese Datei ist keine Midi-Datei mehr, sie ist als GarageBand-Datei abgelegt.
  2. Benenne die Datei sinnvoll um (lange gedrückt halten), z.B. „Mu08 – Klassik – Beeethovens Fünfte – Susanne“
  3. Damit du die Datei z.B. auch auf deinem Handy hören kannst, musst du sie noch in ein Audioformat umwandeln. Wähle dazu „teilen“, dann „Song“.
  4. Ebenfalls über „teilen“ kannst du die GarageBand-Datei als „Projekt“ in deinem OneDrive speichern.

4) Datei über OneNote einreichen

Speichere deine Audiodatei nun hier in OneDrive über „Einfügen“.

an ensemble playing musical instruments
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03 Kompositionstechniken der Klassik: Sonate und Symphonie (Beethovens fünfte Symphonie)

Jede Epoche ist bestimmt von vielen Faktoren: Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik. Zum „Epochenbild Klassik“ habt ihr dazu einiges herausgefunden. Die Instrumentenwahl und der Umgang mit musikalischen Ideen (Melodien, Rhythmen) prägt die Musik einer Zeit: Kompositionstechnik.

Die Klassik ist die Zeit der großen Symphonien. Wie schaffte man es, aus ein paar Ideen Musikstücke von ca. 20 Minuten länge zu komponieren? Mit der „Sonatenhauptsatzform“ gab es eine Anleitung, die jeder Komponist lernte.

Wir beschäftigen und vor allem mit einer der bekanntesten Symphonien der Geschichte: Beethovens 5. Symphonie, erster Teil (erster Satz). Bevor ihr dazu alleine weiterarbeitet, schauen wir uns dieses Video mal gemeinsam an.

Jetzt bist du alleine dran…

1. Die Symphonie (allgemein)

Eine Symphonie ist ein Orchesterstück mit zumeist 4 Teilen. Für jeden Teil gibt es genaue Vorgaben für den Komponisten.

Aufgabe 1: Recherchiere zu “Formschema der klassischen Symphonie“ und halte Deine Ergebnisse fest.
Aufgabe 2: Finde eine Grafik, die den Aufbau / die Zusammensetzung eines Symphonieorchesters zeigt.
Aufgabe  3: Finde 5 der bekanntesten Symphonien („die fünf besten Symphonien aller Zeiten“), nenne Titel und Komponisten.

2. Beethovens 5. Symphonie – die “Schicksalssymphonie“

Der erste Satz der 5. Symphonie Beethovens ist in der Sonatenhauptsatzform komponiert. Es gibt drei Teile – du hast dazu bereits recherchiert.

ExpositionDurchführungReprise
Vorstellung der Themen/Motive/IdeenVerarbeitung/Variation der IdeenWiederholung der Themen
Hauptmotiv
Seitenmotiv
Überleitung
Variationen, “Gespräch“ der MelodienHauptmotiv
Seitenmotiv
Schlussteil

Hier werden dir die drei Teile noch einmal genau erklärt – mit der Sprache eines Fußballreporters.

Die drei Teile werden hier noch einmal genauer erklärt.

a) die Exposition

In der “Exposition“ werden die musikalischen Ideen vorgestellt – das Hauptthema und das Seitenthema.

Mit diesem Motiv (musikalische Idee) beginnt die “Schicksalssymphonie“, die dem markanten Rhythmus ihren Namen verdankt: Streng klopft das Schicksal an die Zimmertür…

Und so wandert das Motiv in die einzelnen Instrumentengruppen.

Die Hörner leiten zum zweiten Motiv des ersten Satzes über..

Und viel harmonischer folgt das zweite Motiv, auch Seitenmotiv genannt.

b) Durchführung

Der Komponist verarbeitet und variiert beide Themen. Das müssen wir uns hier nicht genauer anschauen und analysieren.

c) Reprise

In der Reprise tauchen die musikalischen Ideen noch mal unverändert auf – das Stück endet mit einer Wiederholung.


Hier nochmal eine allgemeine Zusammenfassung der Sonatenhauptsatzform:

Aufgabe 4: Trage in diese Tabelle die Zeiten (Minuten, Sekunden) ein für die drei Teile des ersten Satzes der 5. Symphonie. Nutze dafür diese Aufführung.
ExpositionDurchführungReprise
Vorstellung der Themen/Motive/IdeenVerarbeitung/Variation der IdeenWiederholung der Themen
Zeitangabe

Zum Genießen hier noch mal eine Version mit Bildern aus dem Hause Walt Disneys:

technology-music-sound-things.jpg
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01 “Klassik“ – eine Einführung

1) Wie klingt Klassik?

Hörbeispiel 1
Hörbeispiel 2
Hörbeispiel 3
Aufgabe 1: Höre dir die drei Hörbeispiele an, jeweils 2 Minuten lang. Beschreibe deine Höreindrücke. Hier findest du hilfreiche Wörter.
Aufgabe 2: Welches der Hörbeispiele würdest du "klassisch" nennen? Warum?

2) „Klassik“ ist eine von vielen musikalischen Epochen

Das Wort „Epoche“ beschreibt einen Zeitabschnitt im Laufe der Geschichte. Für so einen Zeitabschnitt gibt es prägende Ereignisse, die diese Zeit gut beschreiben.

Aufgabe 3: Finde eine Übersicht über die musikalischen Epochen im Internet und halte sie in deinem Heft fest.

Jede Epoche hat ihre berühmten Vertreter/innen, die mit ihrem Schaffen ihre Zeit gut repräsentieren.

Aufgabe 4: Finde zu jeder Epoche 3 Vertreter/innen.

Jede Epoche hat ihre besonderen Erfindungen oder Ereignisse.

Aufgabe 5: Finde zu jeder Epoche wenigstens eine wichtige Erfindung.

Das Wort „Klassik“ oder „klassisch“ hat ganz verschiedene Bedeutungen – nicht immer geht es da um die Musikalische Epoche.

Aufgabe 6: Suche im Internet das Wort "Klassik" oder "klassisch". Notiere und beschreibe deine Treffer.
Aufgabe 7: Welche allgemeine Bedeutung hat das Wort "klassisch"?