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KR 10-4 Kirche zwischen Geschichte und Erneuerung

KR 10-4/2. Apostelkonzil und die frühe Kirche

Die Sache Jesu und der Glaube an ihn ist diskutierbar und schon ganz früh sind die Apostel zusammengekommen, um Grundlegende Fragen zu beantworten: Was genau gehört zum Glauben an Christus dazu, was nicht?

Noch heute gibt es „Konzilien“ oder „Synoden“, in denen gemeinsam um die Wahrheit gerungen wird – die Liste der Konzilien ist fast unendlich. Seit es Päpste gibt, klären sie Fragen oft auch durch eine „Enzyklika“, eine „päpstliche Verfügung“ – hier kannst du dazu nachlesen. Im Laufe der Zeit haben sich auf diese Weise 245 Dogmen (Glaubenswahrheiten) herausgebildet, mit denen übrigens nicht alle kath. Christen glücklich sind.

Schön ist übrigens, dass aktuell für brennende Fragen der „synodale Weg“ gegangen wird: Nicht der Papst bestimmt, sondern die Bischöfe diskutieren über die Priesterweihe der Frauen, das Zölibat etc.

Du weißt bestimmt, das verschiedene christliche Konfessionen und Glaubensrichtungen durchaus unterschiedliche Antworten haben, z.B. die katholischen, evangelischen oder syrisch-orthodoxen oder freikirchlichen Gemeinschaften.

Aufgabe 1: Schreibe die Überschrift „Apostelkonzil und die frühe Kirche“ in dein Heft.
Aufgabe 2: Definieren die Begriffe „Konzil“, „Synode“, „Enzyklika“ und „Dogma“ schriftlich. Recherchiere dazu im Internet.


1) Pfingsten, Petrus und Paulus

Die Geschichte kennst du ja:

  • Als Jesus lebte, konnte man ihn selbst fragen und er wurde nicht müde, Fragen zu beantworten und von Gott und vom Himmelreich zu predigen.
  • Als Jesus hingerichtet wurde (Karfreitag), auferstanden (Ostern) und seinen Jüngern erschienen (Emmausgeschichte) und sogleich auch wieder verschwunden war (Christi Himmelfahrt), blieben seine Jünger (Freunde, Apostel) zunächst etwas rat- und hilflos zurück: Wie geht es jetzt weiter?
  • Die Pfingsterzählung berichtet, wie die Jünger auf einmal neuen Mut fanden, ihr „Feuer“ brannte wieder und ihr Drang, die Botschaft Jesu in die Welt zu bringen erwachte. Petrus und Paulus waren die Jünger, die sich am eifrigsten für die Sache Jesu ins Zeug legten. Petrus leitete die christliche Gemeinde im alten Rom und Paulus wurde nicht müde, in die Welt zu reisen und neue Gemeinden zu gründen. Paulus war der erste Missionar.

2) das erste Konzil der Apostel in Jerusalem

das Apostelkonzil in Jerusalem

Im ersten Konzil der Apostel um ca. 50 n.Chr. ging es um folgende Frage: Muss man Jude sein, um zum Christentum zu wechseln, weil Jesus auch Jude war (Judenmission)? Oder ist das Christentum ganz neu und jeder kann dazugehören (Heidenmission)?

Das war wohl das wichtigste Thema des ersten Konzils.

Aufgabe 3: Überschrift „das erste Konzil der Apostel in Jerusalem“. Nenne das Thema des Konzils und fasse mit Hilfe des Videos die Argumentation Paulus‘ für die Heidenmission zusammen.

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